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(Mein Lieber) … ich wünsche dir in jeder Hinsicht Wohlergehen und Gesundheit, so wie es deiner Seele wohlergeht. 3. Joh 2

 


 Was für ein Monatsspruch! Das nenne ich mal eine richtige Wohltat aus der Feder von Johannes. Wohl gemerkt, wir haben hier keine Glückwunschkarte vor uns, sondern einen Vers aus der Bibel, konkret aus dem 3. Brief von Johannes. Der Empfänger dieser Grüße ist Gajus. Johannes bedankt sich wohl für dessen Gastfreundschaft. Gajus hat wohl Johannes beherbergt, der sich vermutlich als Ältester um dessen Gemeinde gekümmert hat.

Schon die Anrede ist bemerkenswert, weil sie so anders ist. Da steht nicht: „Meine lieben Kinder, ich ermahne euch aber, dass ihr …“ Also einmal keine Ermahnung, der man erst einmal nachkommen müsse, wie an manch anderer Stelle von Johannes niedergeschrieben. Da ist auch nicht die Rede von einer Verheißung, also von einem Versprechen Gottes, dass man für schwierigere Zeiten zugesprochen bekommt.

„Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.“ (Ps.42:3)


 

Ist es nicht etwas schräg, dass die lebenswichtigsten Dinge einfach so an uns vorbeirauschen und wir merken es nicht einmal. Wir nutzen sie zwar intensiv, ohne dass uns das aber wirklich bewusst ist. Erst wenn sie einmal fehlen, fährt der Notstandsmodus hoch. Dann wird schnell klar, was wir an ihnen haben und wie dringend wir sie brauchen.

So atmen wir mit der größten Selbstverständlichkeit den Sauerstoff der Luft, ohne dabei auch nur ein einziges Mal einen Gedanken daran zu verschwenden. Das Leben scheint sich so nebenher zu ereignen.

Ähnlich läuft es mit dem Wasser.

Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.

Epheser 6,18


 

Diese Woche las ich in einem WhatsApp-Status ein Zitat, das sehr aktuell ist und mich nachdenklich stimmte: Eine Kirche auf ihren Knien ist stärker als eine Armee auf ihren Füßen.  Dazu war ein Bild einer Gemeinde, wo alle Mitglieder niederknieten und beteten.

Gerade jetzt in diesen Zeiten der Verunsicherung und des immer stärker werdenden Eindrucks der Hilflosigkeit angesichts all der Probleme in der Welt ist das unsere stärkste „Waffe“ bzw. Mittel: das (gemeinsame) Gebet. Viele Initiativen haben sich in den letzten Wochen gefunden, u.a. von Johannes Hartl, die sich zum Ziel gesetzt haben, ständig für die aktuelle Situation auf unserer Welt zu beten. Das hat auch historische Wurzeln: Schon der englische Premierminister Winston Churchill veranlasste im Zweiten Weltkrieg, dass rund um die Uhr für Frieden und Bewahrung gebetet würde.

Dranbleiben, Verbindlichkeit, Ausdauer auch bei keinen sichtbaren Fortschritten – das sind alles Dinge, die heutzutage nicht mehr angesagt sind. Gerade deshalb ist der Vers über diesem Monat so passend wie aktuell. Aber wie soll man jederzeit beten? Arbeit einstellen und Hände falten?

Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte. Johannes 20,18


 

Liebe Leser,

wann lesen Sie denn diese Zeilen? Am Anfang vom Monat April? In der Mitte? Oder gar erst kurz bevor der Mai auf dem Kalender erscheint?

Normalerweise ist das gar nicht so wichtig. Nur in dem Monat, in dem wir Ostern feiern, könnte es eine Rolle spielen. Dieses Jahr fällt der Ostersonntag auf den 17. April. Also in die Mitte des Monats.

Befinden Sie sich aber erst am Anfang? In den ersten Apriltagen? Dann ist es noch die Fastenzeit. Der Karfreitag liegt vor uns und die Leiden Jesu werden uns in den täglichen Bibellesen erst nach und nach vor die Augen geführt. Mich überkommt dabei eine unglaubliche Traurigkeit, weil mir bewusst wird, dass auch ich und meine Sünden dazu geführt haben, dass Jesus so Schreckliches durchleben musste. Es ist belastend, es drückt, es lähmt. Ich weiß nicht, wie es Ihnen in der unmittelbaren Zeit vor Ostern geh

Wenn Sie diese Zeilen aber erst nach Ostern lesen, ist all das verflogen. Eine große Freude überdeckt das Traurige. Jesus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Jetzt erst können wir uns mit Maria aus Magdala richtig freuen! Wie muss es dieser Frau ergangen sein. Ihr Meister, der sie von so viel Lasten befreite, der ihr Leben ganz neu machte, der ihr zeigte, wie schön es ist, in seinem Licht und nicht in der Dunkelheit der Sünde und Gebundenheit zu leben, dieser gute Mann ist tot. Gekreuzigt, gestorben, begraben. Unsagbare Traurigkeit ergreift sie. Und es gibt nur noch eines, was sie für diesen geliebten Menschen tun kann – die Waschung und Ölung des toten Körpers am Sonntag nach dem Sabbat. Können wir uns vorstellen, was in ihr vorging, als sie zum Grab kam und es leer vorfand? Reichte es denn nicht, dass sie ihn am Kreuz sterben sah? Und dass sie einen ganzen Tag im Nichtstun aushalten musste, bis sie endlich zum Grab gehen konnte, um an ihm den letzten Liebesdienst zu verrichten?

Sie ist geschockt. Sie tut das einzig Richtige – sie läuft zu den Menschen, mit denen sie so viele schöne Zeiten mit Jesus erlebte und teilt mit ihnen, was sie zu wissen meint. Der Leichnam wurde gestohlen! Egal von wem, jedenfalls wurde ihnen nicht nur der lebendige Freund genommen. Jetzt auch der tote.

Wie oft geht es uns auch so? Ein Unglück passiert und kaum haben wir es irgendwie unter die Füße bekommen, kommt das nächste? Sieht denn Gott nicht, wie es uns geht? Muss er noch eines draufsetzen?

Das ist unser und Marias Ist-Zustand. Gott ist aber bereits einen Schritt weiter und auch uns wird er hinbringen. Auch wir werden erkennen, dass Er keine Fehler macht und dass wir einfach noch nicht sehen können, warum und wozu etwas geschah.

Maria kann nicht so schnell laufen wie die Männer, die sich sofort zum Grab aufmachen. Deshalb kommt sie dort erst wieder an, als diese bereits begriffen haben, was passierte. Ihnen wurden in dem leeren Grab die Augen geöffnet. Sie erkannten, was in der Heiligen Schrift steht. Der Heilige Geist erklärte ihnen anhand der vorhandenen Situation, dass Jesus nicht mehr bei den Toten ist. Er ist, wie er es versprochen hatte, nach drei Tagen auferstanden und er lebt. Dass dabei das Grab leer sein muss, ist ihnen klar.

Nicht so bei Maria aus Magdala. Bis sie erneut am Grab angelangt ist, waren die Männer inzwischen weg und sie steht wieder mit ihrer Traurigkeit da, ja, sie weint. Es fasziniert mich, wie Gott seine Kinder individuell behandelt. Den Jüngern erklärte er durch den Heiligen Geist die Situation. Maria schickt er eine ganz andere Hilfestellung. Zuerst zwei Engel, aber auch die halfen ihr nicht viel weiter. Gott sieht, dass sie noch mehr braucht. Daher offenbart sich ihr Jesus selbst. Zuerst verdeckt, so dass sie in ihm den Gärtner sieht. Aber Jesus, der beste Seelsorger der Welt, weiß, wie er sich ihr zu erkennen geben kann. Er sagt ein Wort – ihren Namen – und Maria gehen die Augen auf. Wie gerne würde sie ihn umarmen, ja festhalten! Und doch muss sie sich mit der Erkenntnis, dass Jesus lebt, erst einmal zufriedengeben. Aber Maria reicht es. Das Wissen, dass Jesus selbst zu ihr gesprochen hat, setzt sie in Bewegung, um seinen Auftrag auszuführen. Alle Welt soll hören – Jesus ist nicht bei den Toten, Jesus lebt!

Liest du diese Zeilen erst nach Ostern, so möchte ich dir mitgeben, dass Jesus auch dir sagen möchte, dass er lebt. Diese Erkenntnis, wie und wann auch immer sie in dein Herz gedrungen ist, gilt immer. Von Ostern bis zum nächsten Karfreitag. Jahr um Jahr, bis an dein Lebensende und eine Ewigkeit darüber hinaus.

Dajka Krentz

„Jesus Christus spricht: Kommt und seht!“  (Joh.1:39)


 

Geheimnissen auf die Spur zu kommen, Entdeckungen zu machen - das reizt und fordert uns heraus. Das macht unser Menschsein aus. Das lässt uns wachsen und reifen.

So sind Geheimnisse schon seit unserer Kindheit ein eigenartiges Phänomen. Sie lassen uns einfach keine Ruhe. Besonders dann, wenn wir sie trotz allem Einsatz unserer Sinne und allem Rätselraten nicht ergründen können. Das wurmt uns mächtig.

Da wird derjenige, der das Geheimnis kennt, beständig gelöchert und bearbeitet; da wird gebohrt und bedrängt. Wenn der andere aber dichthält, haben wir keine Chance an das Geheimnis heranzukommen. Dann dämmert uns vielleicht, dass Geheimnisse nicht immer von außen erkannt werden können. Sie müssen verraten, oder besser ausgedrückt, aufgedeckt und offenbart werden.

Bei dem unsichtbaren Gott, den uns die Bibel vorstellt, ist das nicht anders.

Jesus Christus spricht: "Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen." (Johannes 6,37)


 

Oftmals, wenn ich Jesu Worte lese, denke ich, wie es damals gewesen wäre, ihn leibhaftig sehen und erleben zu dürfen. Wie muss es den Menschen, die ihm im Laufe seines Lebens begegneten, ergangen sein, als sie die Wunder erlebten oder Zeugen der Heilungen wurden? Waren sie sich ihrer Ausnahmesituation bewusst?

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